Midijob

Ein Midijob ist eine Beschäftigung in der Gleitzone. Bei einem Midijob liegt das erzielte Arbeitsentgelt zwischen 450,01 Euro und 850,00 Euro im Monat.

Midijob – Was ist das?

Bis Ende 2012 waren Arbeitnehmer, deren monatliches Entgelt zwischen 400,01 € und 800,00 € lag, in der Gleitzone beschäftigt. Seit 2003 existiert für diesen Fall der Midijob, auch bekannt als 450-Euro-Job. Der Begriff bezeichnet einen regelmäßig ausgeführten Job, bei dem das Gehalt zwischen 450,01 € und 800,00 € monatlich liegt. Beschäftigungen in diesem Rahmen sind also versicherungspflichtig.
Um eine Zwischenstufe zwischen dem Minijob und dem eigentlichen Job, bei welchem der Arbeitgeber 21,5 % Entgelt entrichten muss, zu schaffen, wurde der Midijob eingeführt. Hier liegen die Abgaben zwischen 11 und 21 Prozent.

Ziele des Midijobs

Mit Hilfe dieser Beschäftigungsmöglichkeit werden legale Beschäftigungen sozial abgesichert. Jobs, deren Verdienst nur wenig über der Grenze des Minijob liegt, sollen attraktiver für Arbeitnehmer werden. So möchte man mit ihm einen Anreiz bieten, die Motivation der Arbeitslosen zu steigern wieder in Beschäftigung zu treten, wodurch diese langsam wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt werden. Außerdem bekommen Sozialversicherungen so die Möglichkeit, weitere Beitragsquellen zu finden, die ihrer finanziellen Stabilisierung dienen.

Vor- und Nachteile

Sowohl für den Arbeitnehmer, als auch für den Arbeitgeber bringt ein Midijob Vor- und Nachteile.
Die sogenannte Gleitzone wurde für die Sozialabgaben eingeführt. Dies bedeutet, dass für Arbeitnehmer eine Versicherungspflicht besteht, und zwar in allen Zweigen der Sozialversicherung. Das stellt den größten Vorteil für Arbeitnehmer dar. Des Weiteren muss er weniger Sozialabgaben leisten als bei einer normalen Beschäftigung. Obwohl er weniger Beiträge leisten muss, ist er trotzdem vollständig abgesichert.

Nach zwölf Beschäftigungsmonaten hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Besteht ein Krankheitsfall, so haben die Beschäftigten außerdem Anspruch auf Krankengeld. Minijobberinnen haben während ihrer Schwangerschaft einmalig das Recht auf 210,00 € Mutterschaftsgeld, während Mütter mit Midijob 13,00 € pro Kalendertag durch ihre Krankenkasse erhalten.
Weiterhin hat der Arbeitnehmer eine höhere Arbeitszeit als bei einem Minijob, was bewirkt, dass er besser in die beruflichen Prozesse eingebunden ist.

Der Arbeitgeber andererseits kann mehr Arbeitnehmer anstellen, da er im Vergleich zum Vollzeitberuf keine vollen Beitragszahlungen leisten muss. Der Beitragsanteil des Arbeitgebers beläuft sich bei einem Minijob auf 28 %, wohingegen er bei einem Midijob nur bei 19,275 % liegt. Dies stellt also einen weiteren Vorteil für Arbeitgeber dar. Dieser kann dem Angestellten ebenfalls einen Einstieg in den Arbeitsmarkt bieten, ihn betreffen jedoch keine zusätzlichen arbeitsrechtlichen Verpflichtungen.
Der Midijob rentiert sich allerdings nur, wenn das Gehalt monatlich nur knapp über 400,00 € liegt. Denn mit steigenden Einnahmen, steigen auch die Angaben langsam an.

Steuerliche Auswirkungen

Die Lohnsteuer fällt für Midijobber nur in bestimmten Fällen an. Maßgebend sind hierbei die Steuerklasse und ob das Beschäftigungsverhältnis nebenberuflich oder hauptberuflich ausgeübt wird.
Midijobber in den Steuerklassen eins bis vier müssen im Gegensatz zu den Steuerklassen fünf und sechs keine Lohnsteuer zahlen. Hierbei ist zu beachten, dass die Steuerklasse fünf nur möglich ist, wenn sich der Ehepartner in der dritten befindet. Diese ist mit einigen steuerlichen Vergünstigungen verbunden.

Personen mit einer hauptberuflich sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit müssen bei einem Midijob als Nebenverdienst auf hohe Abgaben eingestellt sein. Hier kommt die Steuerklasse sechs zum Tragen, da die anderen nur für den Hauptjob genutzt werden können. Im Gegensatz dazu können Selbstständige bzw. Freiberufler in die Steuerklassen eins bis fünf zählen.

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